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KHV Koi Herpes Virus

Zum Thema KHV

 

Das Problem:

Was ist KHV?

Ein 1998 erstmals beschriebener Herpesvirus, der speziell bei Karpfen große Verluste bringen kann. Infektionen bei Speise-, Natur- und Koikarpfen sind möglich. Der Virus kann durch andere Fische z. B. Stör, Goldfisch usw. übertragen werden.

Wo gibt es KHV?

Es gibt kaum noch Länder ohne bestätigte KHV Infektionen. In der EU wurden überall KHV Infektionen nachgewiesen. Alle Koi-Importländer haben bereits offizielle KHV-Fälle. 
In Japan wurde der Virus erstmals Ende des Jahres 2003 in einem großen Speisekarpfenzuchtteich diagnostiziert. 
Erste KHV Fälle bei japanischen Koi-Züchtern gab es Mitte 2005 im Süden Japans. 

Die Krankheit:

Bisheriges Wissen über den Virus:

Ein infizierter Koi kann aktive Viren aber auch einen sogenannten Carrierstatus (Virusträger ohne aktiven Virus) haben. Man geht davon aus, daß das aktive Virus bei Temperaturen zwischen 18-26°C infektiös ist. Dabei treten häufig sehr hohe Verluste mit folgenden Begleiterscheinung auf: Ablösung der Schleimhaut und/oder Kiemennekrose.
Nach einer Immunschwächung kann ein Carrierfisch infektiöses Material ausscheiden. Faktoren für eine solche Schwächung sind: Transport, Wasserqualitätsverschlechterungen, Ablaichen, sonstiger Stress usw.
Ein Carrierfisch muß allerdings das Virus unter den oben aufgeführten Faktoren nicht übertragen! 

Eine Gesundheitsdiagnose rein über das Erscheinungsbild des Koi (Schleimhaut, Augen, Schwimmverhalten usw.) hat keine Aussagekraft über den wahren Gesundheitszustand. 

Die Diagnose

Natürlich gibt es auch viele weitere Krankheiten die starke Verluste nach sich ziehen. Von einer Virusinfektion kann man nur sprechen, wenn durch PCR-Test´s ein entsprechender Nachweis dafür vorliegt. 
Da das Virus sich in der nicht aktiven Phase in die inneren Organ des Wirtes zurückzieht ist ein sichere Nachweis nur mit Organprobenmaterial (Gehirn, Niere, Kopfniere, Kiemen) möglich. Der sicherste Nachweis ist also nur am totem Tier möglich. 

PCR-Teste werden von mehreren Instituten angeboten.  Falls Sie einen solchen Test durchführen lassen möchten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Der Handel weltweit ist gefordert Verantwortung zu zeigen! 

Der Name Koi Kichi steht schon immer für höchste Qualität und diese Philosophie wird auch in Zukunft unser Handeln bestimmen.

Die Vorbeugung in Japan:

Die japanische Regierung lässt Koizüchter überprüfen und nur KHV-freie Betriebe dürfen exportieren. Auf diese Untersuchungen kann man sich jedoch nicht alleine verlassen. Einen kompletten Schutz wird es bei diesem Problem niemals geben, da es noch keine sichere Testmethode am lebenden Tieren gibt.
Eine Überprüfung, mit entsprechender Quarantäne nach dem Import, muss also eigentlich zur Verpflichtung werden. Vielleicht wird die Europäische Union in Zukunft hier entsprechende Gesetze erlassen müssen, wenn eine Freiwillige Beschränkung/Überprüfung nicht funktioniert.

-Anzeigepflicht- in Deutschland:

Auch im Zierkarpfenbereich besteht eine anzeigepflicht.

Unsere Vorbeugung schon heute:

Bei Züchtern zu kaufen, die einen überprüften, gesunden Bestand haben
Alle Neuimporte werden in speziellen temperierten Quarantänebecken auf mögliche Infektionskrankheiten getestet.
 
Nach dem Import werden lebende Koi als Stichproben zur KHV-Untersuchung  (Nachweis auf aktive KHV-Viren und/oder Carrierstatus). 
Alle Koi werden nach Züchtern sortiert um jeden unnötigen Kontakt zu vermeiden. 
Temperieren der Hälterungsbecken auf mind. 22°C Wassertemperatur. (Inkubationstemperatur vieler  Fisch-Krankheiten) 
Zusetzen nachweisliche gesunder Koi (Pilotfische). Untersuchung dieser nach der empfohlenen Zeit von 7-10 Tagen.
Spezielle Koi Kichi Quarantänezeit. Bei mehrjährigen Koi mehr als 6 Monate Pflege unter Aufsicht von spezialisierten Fachleuten. 
Wenige Import pro Saison. Aktuelle Informationen zu dem nächsten Import-Termin entnehmen Sie bitte hier.

 

Nicht nur bunt, sondern auch gesund!

Das Problem sollte nicht unterschätzt werden! Den Schaden durch kranke Fische tragen Sie als Kunde häufig alleine!  

Fragen Sie Ihren Koihändler nach seinen geplanten Vorbeuge-Maßnahmen!!!

Koi Koi Koi für den nächsten Koikauf

Der Vollständigkeit halber aber nicht zu empfehlen! 

"Behandlung"..... ?:

Sollte die Diagnose positiv auf KHV sein, so kann der Bestand nach jetzigem Stand der Wissenschaft durch eine Erhöhung der Temperatur über 30°C  zum Teil gerettet werden. Problem dieser Methode: Alle überlebenden Koi haben den Virus gehabt und sind somit ggf. Überträger (Carrier oder Ausscheider). Auf diese Art und Weise immunisierte Koi sind somit nicht mehr als gesund zu bezeichnen. Bei Neubesatz mit gesunden Koi besteht die Gefahr einer KHV-Erkrankung dieser Tiere! 

Fazit: Momentan kann dieses Problem nicht behandelt werden.

In Israel wurde bereits ein Impfstoff entwickelt, ob dieser jedoch in der EG (beziehungsweise Deutschland) eine Zulassung bekommt ist fraglich.


Falls Sie weitere Information dazu benötigen, bitte unter Kontakt. 

Zum Thema KHV   Das Problem: Was ist KHV? Ein 1998 erstmals beschriebener Herpesvirus, der speziell bei Karpfen große Verluste bringen kann. Infektionen bei Speise-,... mehr erfahren »
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KHV Koi Herpes Virus

Zum Thema KHV

 

Das Problem:

Was ist KHV?

Ein 1998 erstmals beschriebener Herpesvirus, der speziell bei Karpfen große Verluste bringen kann. Infektionen bei Speise-, Natur- und Koikarpfen sind möglich. Der Virus kann durch andere Fische z. B. Stör, Goldfisch usw. übertragen werden.

Wo gibt es KHV?

Es gibt kaum noch Länder ohne bestätigte KHV Infektionen. In der EU wurden überall KHV Infektionen nachgewiesen. Alle Koi-Importländer haben bereits offizielle KHV-Fälle. 
In Japan wurde der Virus erstmals Ende des Jahres 2003 in einem großen Speisekarpfenzuchtteich diagnostiziert. 
Erste KHV Fälle bei japanischen Koi-Züchtern gab es Mitte 2005 im Süden Japans. 

Die Krankheit:

Bisheriges Wissen über den Virus:

Ein infizierter Koi kann aktive Viren aber auch einen sogenannten Carrierstatus (Virusträger ohne aktiven Virus) haben. Man geht davon aus, daß das aktive Virus bei Temperaturen zwischen 18-26°C infektiös ist. Dabei treten häufig sehr hohe Verluste mit folgenden Begleiterscheinung auf: Ablösung der Schleimhaut und/oder Kiemennekrose.
Nach einer Immunschwächung kann ein Carrierfisch infektiöses Material ausscheiden. Faktoren für eine solche Schwächung sind: Transport, Wasserqualitätsverschlechterungen, Ablaichen, sonstiger Stress usw.
Ein Carrierfisch muß allerdings das Virus unter den oben aufgeführten Faktoren nicht übertragen! 

Eine Gesundheitsdiagnose rein über das Erscheinungsbild des Koi (Schleimhaut, Augen, Schwimmverhalten usw.) hat keine Aussagekraft über den wahren Gesundheitszustand. 

Die Diagnose

Natürlich gibt es auch viele weitere Krankheiten die starke Verluste nach sich ziehen. Von einer Virusinfektion kann man nur sprechen, wenn durch PCR-Test´s ein entsprechender Nachweis dafür vorliegt. 
Da das Virus sich in der nicht aktiven Phase in die inneren Organ des Wirtes zurückzieht ist ein sichere Nachweis nur mit Organprobenmaterial (Gehirn, Niere, Kopfniere, Kiemen) möglich. Der sicherste Nachweis ist also nur am totem Tier möglich. 

PCR-Teste werden von mehreren Instituten angeboten.  Falls Sie einen solchen Test durchführen lassen möchten, nehmen Sie mit uns Kontakt auf.

Der Handel weltweit ist gefordert Verantwortung zu zeigen! 

Der Name Koi Kichi steht schon immer für höchste Qualität und diese Philosophie wird auch in Zukunft unser Handeln bestimmen.

Die Vorbeugung in Japan:

Die japanische Regierung lässt Koizüchter überprüfen und nur KHV-freie Betriebe dürfen exportieren. Auf diese Untersuchungen kann man sich jedoch nicht alleine verlassen. Einen kompletten Schutz wird es bei diesem Problem niemals geben, da es noch keine sichere Testmethode am lebenden Tieren gibt.
Eine Überprüfung, mit entsprechender Quarantäne nach dem Import, muss also eigentlich zur Verpflichtung werden. Vielleicht wird die Europäische Union in Zukunft hier entsprechende Gesetze erlassen müssen, wenn eine Freiwillige Beschränkung/Überprüfung nicht funktioniert.

-Anzeigepflicht- in Deutschland:

Auch im Zierkarpfenbereich besteht eine anzeigepflicht.

Unsere Vorbeugung schon heute:

Bei Züchtern zu kaufen, die einen überprüften, gesunden Bestand haben
Alle Neuimporte werden in speziellen temperierten Quarantänebecken auf mögliche Infektionskrankheiten getestet.
 
Nach dem Import werden lebende Koi als Stichproben zur KHV-Untersuchung  (Nachweis auf aktive KHV-Viren und/oder Carrierstatus). 
Alle Koi werden nach Züchtern sortiert um jeden unnötigen Kontakt zu vermeiden. 
Temperieren der Hälterungsbecken auf mind. 22°C Wassertemperatur. (Inkubationstemperatur vieler  Fisch-Krankheiten) 
Zusetzen nachweisliche gesunder Koi (Pilotfische). Untersuchung dieser nach der empfohlenen Zeit von 7-10 Tagen.
Spezielle Koi Kichi Quarantänezeit. Bei mehrjährigen Koi mehr als 6 Monate Pflege unter Aufsicht von spezialisierten Fachleuten. 
Wenige Import pro Saison. Aktuelle Informationen zu dem nächsten Import-Termin entnehmen Sie bitte hier.

 

Nicht nur bunt, sondern auch gesund!

Das Problem sollte nicht unterschätzt werden! Den Schaden durch kranke Fische tragen Sie als Kunde häufig alleine!  

Fragen Sie Ihren Koihändler nach seinen geplanten Vorbeuge-Maßnahmen!!!

Koi Koi Koi für den nächsten Koikauf

Der Vollständigkeit halber aber nicht zu empfehlen! 

"Behandlung"..... ?:

Sollte die Diagnose positiv auf KHV sein, so kann der Bestand nach jetzigem Stand der Wissenschaft durch eine Erhöhung der Temperatur über 30°C  zum Teil gerettet werden. Problem dieser Methode: Alle überlebenden Koi haben den Virus gehabt und sind somit ggf. Überträger (Carrier oder Ausscheider). Auf diese Art und Weise immunisierte Koi sind somit nicht mehr als gesund zu bezeichnen. Bei Neubesatz mit gesunden Koi besteht die Gefahr einer KHV-Erkrankung dieser Tiere! 

Fazit: Momentan kann dieses Problem nicht behandelt werden.

In Israel wurde bereits ein Impfstoff entwickelt, ob dieser jedoch in der EG (beziehungsweise Deutschland) eine Zulassung bekommt ist fraglich.


Falls Sie weitere Information dazu benötigen, bitte unter Kontakt.